Besondere Menschen

 

Mola

Eine besondere und wahre Geschichte von einer Lieben Familie, die sich entschlossen haben einen benachteiligten, wie auch bedauernswerten Hund aus dem Ausland zu adoptieren..Mola einen sichern Platz, in der Familie zu geben!

 

Wir holten Mola, eine extrem scheue Podenca aus Spanien,das war vor 3 Jahren. Sie kam als Pflegehund zu uns. Mola ließ sich absolut nicht anfassen, später entdeckten wir dicke Narben am Oberschenkel und um den Hals. Die ersten paar Tage traute sich Mola nicht hinzulegen um zu schlafen, sie schwankte teilweise vor Erschöpfung. Mola wurde damals auf der Straße total entkräftet gefunden, was sie erlebt hat, kann man nur ahnen.

Sie verkroch sich bei uns unter der Eckbank, wir mußten sie die ersten paar Wochen mit sanfter Gewalt rausholen um sie in den Garten zu lassen. Trotz allem, hat sie nie versucht uns zu beißen. Mola schreckte vor jedem winzigen Geräusch zusammen. Wir fütterten sie portionsweise, immer wieder ein winziger Brocken, da sie sich von allen Hunden das Futter abnehmen ließ. Die ersten Wochen wurde sie auch unter der Eckbank mit Futter und Wasser versorgt.

Nach einem halben Jahr konnten wir sie dann schon langsam besser anfassen, sie ließ es zu, war aber stocksteif. 3 Monate später vertraute sie uns schon viel mehr. Sie hatte die Chance auf ein Zuhause, der Interessent versprach, gut mit Mola umzugehen. Wir erklärten ihm alles, doppelt sichern mit 2 Leinen beim Spazieren gehen, gut festhalten und und und. Wir sagten ihm, wenn Mola entwische, haben wir keine Chance sie einzufangen!

3 Std. später rief der Mann an und erzählte, Mola sei ihm erwischt. Wir waren total enttäuscht und sehr wütend. In dieser Zeit fuhren wir über 5 Wochen täglich - manchmal 2 x am Tag, in diesen Ort um Mola zu finden. Aber wir haben sie nicht gesehen und auch nichts von anderen Leuten gehört. Wir hängten Plakate auf, Radioaufrufe, Zeitungsinserate - das volle Programm.

In der 5. Woche hörten wir dann endlich, daß jemand Mola gesehen habe. Jetzt muß man noch dazu sagen, es war Winter und sehr kalt (Podenco sind Hunde aus dem Süden und haben ein dünnes Fell). Diese Menschen fütterten Mola immer an derselben Stelle und hielten sie dadurch an diesem Ort "fest". Berühren konnte sie keiner. Wir haben dann endlich tatsächlich 1 x Mola gesehen, sie war aber wieder so mißtrauisch und lief vor uns davon.

Dann hörten wir von einem Tierarzt, der mit Blasrohr schießen durfte. Er legte sich bei dieser Kälte mit uns mehrere Std. auf die Lauer, und tatsächlich kam wieder Mola, der Tierarzt schoß, traf, aber der Pfeil prallte ab. Mola sprang vor Schreck wieder weg.

Am nächsten Tag stellten wir eine große Lebendfalle auf, die Anwohner wollten alle paar Std. danach schauen und Futter reinlegen und uns benachrichtigen. Also fuhren wir etwas beruhigt wieder nach Hause. Keine 2 Std. später riefen sie uns an, Mola war in der Falle! Glücklich und auch besorgt fuhren wir sofort wieder hin, tatsächlich saß Mola in der Falle und schaute uns ganz entspannt entgegen. Wir packten sie ins Auto und seit dieser Zeit weicht Mola uns nicht mehr von der Seite, wir können sie sogar ohne Leine laufen lassen, sie kommt sofort! Daraufhin beschlossen wir Mola zu behalten. Von Fremden läßt sich sich heute nach über 3 Jahren bei uns, immer noch nicht anfassen!

 

 

 

Diese Geschichte ist von Familie Gebhard und Brigitte Wolz.

 

 

 

 

Joschi`s Geschichte

 

 

Wie alles begann

Mein Name ist Joschi, ich bin wohl ein bisschen über drei Jahre alt oder jung, das mag man sehen wie man will,

aber ich habe schon eine Menge zu erzählen und das möchte ich für all meine Freunde jetzt einmal machen.....

Aufgepasst, ich bin eine kleine schwarze Fellnase,

ein Hundelein und das mit dem Schreiben habe ich noch nie wirklich versucht,

dies ist das erste Mal und ich hoffe das euch der Anfang ein bisschen gefällt,

wenn ja, dann gibt es noch viele Abenteuer von mir, aber erst einmal, na ja, lest selbst.

Geboren wurde ich in Rumänien, so im Mai 2005, meine Eltern waren sicher sehr lieb,

das weiß ich nicht so genau, denn in meinem Kopf gibt es viele dunkle Wolken in die kein Licht fließen will.

Klar ist, ich bin eigensinnig, klug, stark mit festem Willen und das können mir ja nur meine Eltern beigebracht haben.

Die erste Zeit meines Lebens war sehr schön, ich erinnere mich an spielen, toben, laufen und tollen, kleine und große Abenteuer.

Wundervolle Gerüche, grüne Wiesen, viele Freunde.

Eines Tages, auch hier weiß ich nicht mehr wie ich hinter die Wolken blicken soll,

geschah etwas ganz schlimmes und schreckliches.

 

Ich wurde wach und konnte meine Hinterläufe nicht mehr bewegen.

 

Mein kleines Leibchen tat entsetzlich weh, jedenfalls der Teil, den ich noch fühlen konnte.

In meinem Kopf hämmerte ein schrecklicher Schmerz und ich bemerkte,

das nur noch meine Vorderbeinchen mit mir gehen wollten, der Rest meines Körpers verweigerte mir den Dienst.

Manchmal träume ich, ich fühle einen schlimmern Schmerz, einen schrecklichen Schlag, aber ich könnte nicht sagen was es war.

Es kann sein, das ich in meinem jugendlichen Leichtsinn einfach auf eine Strasse gerannt bin

und ich von einem Auto angefahren wurde oder das ein Mensch mich nicht mochte und mich geschlagen hat.

Fakt ist, das Ergebnis was von einer Sekunde auf die Andere das gleiche, ich war ein halber Hund und bin es noch,

aber dazu später mehr, denn ich kämpfe.

Verzweifelt und traurig rannte ich durch die Strassen von Rumänien und versuchte zu überleben.

Fand ein wenig Futter hier, eine liebe Hand dort und ich erinnerte mich an das was meine Eltern mich gelehrt hatten.

Jedes Leben ist ein lebenswertes.

2 Jahre stromerte ich durch die Welt, oft einsam, dann wieder fröhlich suchend und auf etwas besseres hoffend,

aber ich lernte auch, das es kein Zuckerschlecken war, ein behindertes, junges Hundelein in dieser Welt zu sein.

Manchmal lag ich versteckt in einer Ecke und weinte bittere Tränen, sehnte mich nach Freunden oder nach Menschen,

die mich einfach so liebten wie ich war und genauso oft wurde ich enttäuscht.

Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb gab ich nie auf und kämpfte mich durch mein junges Leben.

Ich lernte meine Behinderung anzunehmen und mit ihr zu rennen so schnell wie der Wind.

Der Rest meines Körpers und mein Verstand funktionierten ja und ich fühlte,

das es irgendwo auf dieser Welt auch einen Platz für mich geben würde, es braucht nur Geduld,

Hoffnung und den tiefen Wunsch im Herzen, das es eines Tages klappen würde.

Dieser Tag allerdings dauerte zwei bittere, schwere und lange Jahre für mich,

aber ich blieb hoffnungsvoll, gab niemals auf.

Meine Träume lebten so tief in meinem Herzen und ich kämpfte verbissen um ihre Erfüllung.

Eines Tages, ich war wohl ein wenig zu nahe an die Menschen heran geraten, fand man mich,

packte mich in eine Kiste und brachte mich in ein schreckliches Haus.

Tiere klagten ihr Leid, weinten und jammerten, es war so furchtbar.

Ich verstand nur, das wir hier höchstwahrscheinlich alle zum Tode verurteilt seien und dafür hatte ich nun so gekämpft?

Sollte dass das Ende meiner Träume sein?

Das konnte und wollte ich nicht glauben und so blickte ich in den Himmel und hoffte

das dieser Fleck nicht der Letzte sein sollte den ich von der Welt sehe

Das Glück schien mir gewogen zu sein....Menschen fanden mich und retteten mein Leben,

sie brachten mich in das größte Tierheim der Welt, die Smeura.

Es war nicht schön, aber die Aussichten am Leben bleiben zu dürfen waren erheblich gestiegen und auch das Gefühl,

das ich nicht umsonst gekämpft hatte, kehrte in mein kleines Hundeherz zurück.

Ich kam wieder in so eine komische Kiste und in ein Auto, wurde endlos weit fort gebracht

und sah aus den Augenwinkeln meine Heimat verschwinden, aber meine Träume, die nahm ich mit und auch meine Hoffnung.

Meine Ohren hörten nur Worte, konnten sie aber nicht verstehen,

 

die Menschen schienen lieb und besorgt zu sein, streichelten mich,

 

aber sie sprachen eine Sprache die ich nicht kannte und das machte mir furchtbare Angst.

Ich hörte immer wieder Tierheim Wannigsmühle, was immer das auch bedeuten mochte.

Dennoch spürte ich auch eine seltsame Ruhe und merkwürdiges Vertrauen und ich blieb ruhig, so gut es eben ging.

Nach einigen Stunden kam ich in ein Haus wo wieder ganz viele Tiere saßen, aber sie schrieen nicht,

hatten keine Furcht, im Gegenteil, sie waren fröhlich, zumindest sah es für mich so aus, sie wurden gefüttert,

gestreichelt, gebürstet und überall hörte ich die lieben Stimmen, auch wenn ich wirklich nichts verstand.

Ich blicke den Menschen in die Augen, voller Angst und Traurigkeit, sie nahmen mich in den Armen,

streichelten mein Fell und ich freute mich über die Nähe, die Wärme, die Ansprache, das Lächeln.

Nachts kam ich in ein eigenes Zimmer, tagsüber hatte ich zwei Kameraden, die hießen Charley und Barney.

Leider gingen sie bald fort und ich war wieder alleine mit den fremden Menschen und der komischen Sprache,

aber ich wusste, das es mir hier sicher besser ergehen würde als dort, wo ich zuvor gewesen war.

Meine Angst legte ich beiseite und ging auf die freundlichen Menschen zu und ich spürte,

das man mir hier nur Gutes wollte und so faste ich rasch Vertrauen und lernte ein paar Brocken von den Worten

zu verstehen, insbesondere meinen Namen, JOSCHI.

 

 

 

Ich kenne ja keine Monate oder Jahre oder so, aber es dauerte eine ganze Weile und es muss so im Frühling gewesen sein,

 

ich erinnerte mich an die Gerüche, die Wiesen die sich anders färbten, die Vögel die fremde,

aber wunderschöne Lieder sangen, da kamen zwei neue Menschen und schauten mir in die Augen.

Es war Liebe auf den ersten Blick und ich fühlte, das es ihnen so ging wie mir.

Es war ihnen ganz egal das ich ja irgendwie nur ein halber Hund war. Kein stolzer großer, ganzer Kerl,

sondern eher der Kleine, nicht gehen könnende Fremdling.

Sie sprachen mit den anderen Menschen und ich sah nur die Augen, das Lächeln

und plötzlich öffnete sich meine Türe und mein Herz hüpfte.

Liebevoll streichelten sie mein Fell und sprachen mit sanfter Stimme zu mir.

Ein paar Brocken dieser Sprache kannte ich ja schon, aber alles verstand ich dann doch nicht, nur Pflegeeltern,

Tierheim hilft und solche Sachen.

Auf jeden Fall nahmen die beiden Menschen mich und meinen Hunderolli mit zu sich nach Hause.

Dort lernte ich auch Wilkin kennen, der war von mir alles andere als begeistert,

das aber erzähle ich in einer meiner anderen Geschichten, denn davon gibt es ja sehr viele.Dies war erst einmal mein Weg vom Irgendwo in ein liebevolles, behütetes Heim!
 

 

 

Dies war erst einmal mein Weg vom Irgendwo in ein liebevolles, behütetes Heim!

Diese Geschichte ist von der Tollen Familie Frank & Sandra Neupold...vielen Dank dafür!

 

 

 Mein Benji

 

Ich wusste bis zu diesem Zeitpunkt nicht, dass es solche bedauernswerte Hund gibt...nicht im Traum hätte ich mir so was schlimmes vorgestellt! 

Durch Zufall - oder, wie auch immer, hatte ich plötzlich den Link mit dem Hilferuf..."Hund aus Der Tötung in Andalusien brauchen sofort Hilfe...sonst werden sie nach einer kurzen Frist...getötet", vor Augen!! Ich war so entsetzt, dass es den Tieren, da so schlecht geht und schaute mir die Seite genau an. Also, suchte ich mir einen Hund aus - der, nach meiner Auffassung, schlechte Chancen hatte, dass ihn jemand rettet. Und ein Hund ist mir besonderes aufgefallen, weil er so melankolisch ...so unsagbar traurig guckte. Ich entschied mich für ihn, die Nummer 7...Rüde 7 war sein Name in der Todeszelle! Die Tierschützer mussten den Hunden zahlen geben, weil es schnell gehen musste...sie waren  totalen in Zeitdruck, und mussten den  Tiere Zahlen geben, um sie so als Notfälle ins Internet zu stellen
 

Ich setzte mich mit dem Tierschutz in Verbindung und es ging alles viel leichte über die Bühne, als ich dachte. Echt nette Menschen...es wurde eine Vorkontrolle durchgeführt,bekam das Datum, wann mein Hund in Deutschland ankommen würde. 

 Der Tag war da...ich konnte meinen Hund aus Spanien endlich abholen, Ich war richtig nervös, weil ich mir schon dachte,dass es am Anfang nicht leicht sein wird...ich hatte ja keine Vorgeschichte von ihn, ein richtiges überraschungs paket würde ich bekommen!!

 

Als ich am Treffpunkt abgekommen bin, kamen mir schon viele Hunde entgegen...sie waren total anderes als ich es mir vorgestellt hatte...sie waren so lieb, freundlich und wollten nur gestreichelt werden. Ich musste mich richtig vor arbeiten, bis zu meinen Hund..der endlich vor mir stand!!! 

 

Ich erschrak arg, weil er so klein, abgemagert...ja, er war nur noch haut und Knochen,- und doch, voller Energie, als würde er seine ganze letzte Kraft einsetzen...um mit mir nach hause zu gehen. Aber allzuviel Kraft war nicht mehr vorhanden, so das ich ihn auf meinem Arm nahm,- und wir gingen nach hause.

Zu hause angekommen wurde er erst mal gefüttert...und ich staunte nicht schlecht, was alles in diesen kleinen Hund passte. Er wurde beschmust  und musste auch gebadet werden...er war so verdreckt und stank so nach Todesstation, dass mir übel wurde. Und natürlich wurde er geknuddelt und gestreichelt bis er seufzend in meinen Armen eingeschlafen ist.

Ich bereue nicht eine Sekunde, dass ich mir ein Hund aus dem Ausland nach hause geholt habe...ja, ich habe ein Strassenhund ein Zuhause gegeben und würde es immer wieder tun!!

 

Ich habe ein behindertes Kind und er so vorsichtig und liebevoll zu ihn, als würde er es wissen! Auch mit unsere Hündin Bonny, verstand er sich vom ersten Moment und verliebte sich mit den ersten Wurf, wie auch bei unserem Kätzchen - spielt er gerne den Papa...einfach wunderbar.

 

Ich weiß nicht genau was mein Benji alles ertragen und mitmachen musste und ehrlich gesagt, möchte ich es nicht wissen. Wir hatten es in der ersten Zeit auch nicht immer einfach...aber es hat sich gelohnt!!
Heute ist Benji ein Glücklicher Hund mit Charme und lustigen einfällen...nur noch manchmal kommen seine Erinnerungen von seiner schrecklichen Vergangenheit hoch,- und er sackt dann total traurig in sich zusammen. Dann nehme ich ihn in meine Arme und geben ihn, die Sicherheit, dass keiner mehr ihn schmerzen zu fügen, erniedrigen und ihn was böses antun kann...weil ich, ja bei ihn bin...die ihn beschützt!
 

 

Er hat auch neue Freundschaften mit anderen Hunden Geschlossen...ist einfach ein normaler zufriedener kleiner Hund!